Geschichte und Entwicklung

Das Europäische Umweltzeichen wurde im März 1992 von der Europäischen Kommission beschlossen. In den nachfolgenden zwei Jahren wurden die Grundlagen für eine erfolgreiche Implementierung geschaffen. Dazu gehörten Regelungen für das Vergabeverfahren, Entwicklung eines Mustervertrages, und auch die Einführung eines Entgeltsystems. 1993 wurden dann die ersten beiden Produktgruppen (Waschmaschinen und Geschirrspülmaschinen) beschlossen. Weitere Produktgruppen (Bodenverbesserer und Hygienepapier) folgten im Jahr 1994. Im Jahr 2015 gibt es 38 Produkt- bzw. Dienstleistungsgruppen.

Das EU Ecolabel erfreut sich in den letzten Jahren einer stetigen Steigerung der Zeichennehmer sowohl in Deutschland als auch den anderen EU-Mitgliedsstaaten. 

Im Jahr 2000 wurde eine überarbeitete Verordnung für das EU Ecolabel beschlossen, um den Entwicklungs- und Vergabeprozess zu beschleunigen, aber auch zur Steigerung der Attraktivität für die Hersteller. Wesentliche Aspekte waren die Erweiterung des EU Ecolabels auf Dienstleistungen, aber auch Händlern und Vertreibern wurde die Möglichkeit der direkten Antragstellung für das EU Ecolabel gegeben. Zur Verbesserung der Arbeit beschließt das EUEB seit 2001 regelmäßig einen Arbeitsplan, der die wesentlichen Aufgaben beschreibt. Dazu gehört die Zusammenarbeit mit anderen nationalen Systemen, aber auch die Stärkung seiner Rolle bei der öffentlichen Beschaffung.

Die nunmehr dritte Überarbeitung der Verordnung für das EU Ecolabel ist seit dem 29. Januar 2010 gültig.

Zielsetzung dieser Verordnung ist die Erhöhung der Anzahl der mit dem EU Ecolabel gekennzeichneten Produkte und Dienstleistungen im Handel, um dem Verbraucher eine bessere Auswahl zu geben. Vereinfachte Kriteriendokumente, die den öffentlichen Beschaffer unterstützen sollen, gehören auch dazu. Eine verstärkte Synergie zwischen dem Europäischen Umweltzeichen und anderen nationalen Systemen wird ebenfalls angestrebt.

Zielsetzung

Das EU Ecolabel konzentriert sich auf die Umweltverträglichkeit. Als freiwillige Kennzeichnung geht es weit über gesetzliche Vorschriften hinaus. So sind beispielsweise bei den Chemikalien die Anforderungen beim EU Ecolabel viel strenger als die entsprechenden gesetzlichen Regelungen. Teilweise sind bestimmte kennzeichnungspflichtige Chemikalien völlig untersagt bzw. die entsprechenden Grenzwerte sind viel niedriger festgelegt als dies im Rahmen der entsprechenden Gesetze vorgeschrieben ist.

Ansprechpartner

Allgemeine Fragen zum EU-Umweltzeichen
RA Henning Scholtz

Fragen zu den Produktgruppen und Kriterien
Dr. Peter Buttner
Dipl.-Biol. Klaudia Maniera
Dr. Andrea Rimkus
B.Sc Henrike Buttner
Dr. Susanne de Boor
M.Sc. Nicole Markiton
M.Sc. Antonia Pott

Logos und Urkunden
(nach Vertragsabschluss)
Stefanie Sobisch
Kerstin Wirths

Helpdesk der EU
Ecolabel Helpdesk

Koordination der nationalen Aktivitäten zum EU-Umweltzeichen beim Umweltbundesamt
Dr. Kristin Stechemesser